Manchmal dauert es halt länger und braucht mehr Ausdauer.
Das kenne ich, Oliver Mosimann, aus Gastroprojekten genauso wie früher vom Skateboarden. Termine verschieben sich. Zuständigkeiten ändern sich während laufender Prozesse. Sitzungen enden mit neuen Fragen statt mit Lösungen. Und gerade bei Gastroprojekten kommt noch dazu, dass wir Experten für die Gastroplanung oft erst relativ spät in Projekte geholt werden, obwohl viele wichtige Fragen noch offen sind, oder bereits «Pflöcke» eingeschlagen wurden zu Fragestellungen, welche die Expertise eines Gastroplaners erfordert hätten.
Dann wird es schnell unübersichtlich.
Und genau in solchen Momenten denke ich oft an meine Skate-Zeit in den 2000er zurück.
Stundenlang draussen unterwegs. Üben von neuen Tricks, fast gestanden, wieder weggerutscht, umfallen und nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Fakie, Nollie, Switch, ob Sommer oder Winter…
Wer einmal geskatet ist, weiss genau, wie sich das anfühlt (es schmerzt 😁).
Dann passt fast alles. Das Board dreht sauber. Timing stimmt halbwegs. Aber irgendwo fehlt noch dieses eine kleine Detail im Bewegungsmuster und man landet halt wieder «auf der Schnauze». Also Zähne zusammenbeissen, Brett holen, zurücklaufen, nochmal probieren.
Heute sehe ich darin einige Parallelen zur Gastroplanung.
Manche Projekte laufen vom ersten Gespräch an sauber durch. Andere brauchen Zeit, viele Gespräche und Anpassungen. Manchmal auch ein paar Umwege und Phasen des Suchens und Tüftelns bis alle Beteiligten dieselbe Vorstellung haben. Gerade dort zeigt sich oft, wie wichtig Vertrauen und Offenheit innerhalb eines Projekts sind.
Skateboarden hat mir damals viel Geduld beigebracht. Und auch, dass man nicht nach jedem Rückschlag alles über den Haufen werfen muss. Dranbleiben reicht oft schon.






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